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Discuto


269 days left (ends 31 Dec)
description
Diesen Diskurs hat Wolfgang Schallehn aus einer AG_Zuarbeit von Alex Däbler erzeugt. Der ursprüngliche Text wurde nur an ganz wenigen Stellen verändert, wo dies für die Darstellung notwendig erschien. Alex Däbler hatte noch keine Gelegenheit, diesen Diskurs zu autorisieren. Der Diskurs ist deshalb zunächst nur für eingeladene Benutzer zugänglich. Er soll aber bald freigegeben werden...
Der Umfang mag im ersten Moment erschrecken - aber billiger ist die dringend notwendige gemeinsame Willensbildung nicht zu haben. An einigen Punkten wird ja auch schon sichtbar, wo detailliertere "Subdiskurse" zu selbständigen Diskursen sinnvoll herauszulösen sind. Dort könnt Ihr schon überlegen, was Ihr als Diskursautoren anders strukturieren würdet. Überhaupt sollte bei diesem Pilotdiskurs immer an die Gestaltung eigener Diskurse gedacht werden...
Über Discuto und seine "Entwicklungspotenziale" findet Ihr näheres unter
Station 4 Werkzeuge für kollaborative Willensb...
Wer in der AG substanziell mitwirken will, sollte also bitte unbedingt
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- Verbesserungs- und Ergänzungsvorschläge als Kommentare posten.
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P30 - Wahlpflicht für die Wahl zum Europäischen
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Konkordanzdemokratie
1. Allgemeines:
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P32 - statt einer Kommission und einem Europäisc
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P29 - Initiativrecht beim Europäischen Parlament
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P31 - Europäischer Volksentscheid sollte eingefü
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P18 - Innovations- und größere Reformschritte si
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P37 - im Übrigen besteht konkurrierende Gesetzge
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P39 - Schaffung einer Europaarmee
Argument: Ko
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3. die Republik Europa als Konkordanzdemokra
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P24 - Zweikammersystem mit einem Europäischen Pa
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P25 - bei den Wahlen zum Europäischen Parlament
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Ziel / Definition von "Konkordanzdemokratie"
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Nachteile der Konkordanzdemokratie:
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P22 - die EU hat bereits jetzt konkordanzdemokra
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Gegenbegriff: Konkurrenzdemokratie
Entschei
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P33 - die von den Regionen direkt gewählten Vert
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Zunächst stellt sich mir die Frage, wie denn "gesamteuropäische Parteien" zustande kommen sollen. Die USA zeigen, dass das möglich ist. Aber das WIE bedarf wohl noch einiger konstruktiver Arbeit. Die heutigen "europäischen Parteien" sind doch tatsächlich Zweckbündnisse nationaler Parteien, was die Vertretung "gesamteuropäischer Interessen" derzeit spürbar einschränkt... Ich habe dennoch "bedingt zugestimmt", weil ich die "konstruktive Partizipation" als Ausweg aus diesem Dilemma sehe.
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Für was braucht man eine zweite Kammer, wenn die kein Initiativrecht hat? Eine zweite Kammer ohne Initiativrecht ist relativ sinnlos. Zumal ich es jetzt nicht wirklich verwirrend finde. In Deutschland ist es den Leuten eigentlich auch ziemlich egal, ob ein Gesetz nun von einer Bundestagsfraktion, von der Regierung oder aus dem Bundesrat heraus eingebracht wurde.
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es geht mir ja nicht per se darum, dass einzelne Länder ihre Bedenken haben, sondern dass sie thematisch geäußert werden. Und natürlich werden sich da die Wahlverhältnisse von Land zu Land unterscheiden und etwas Wahltaktik betrieben werden, aber das ist ja normal. Solange Parteien transnational aufgestellt sein müssen ist das doch völlig in Ordnung.
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konkurrierende Gesetzgebung haben wir in Deutschland auch - da geht es um Bereiche, die sowohl der Bund als auch die Länder an sich zu können. Dabei sind grundsätzlich die Länder für alles zuständig. Wenn aber eine Sache im Einzelnen Bedeutung über einen EInzelstaat hinaus für das ganze Bundesgebiet hat, dann hat der Bund die Möglichkeit die Zuständigkeit auf sich zu ziehen.
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Aber um wessen Sorgen geht es? Die Sorgen der Menschen in Polen und Ungarn sind ganz anders als die Sorgen der Menschen in Finnland und Schweden. Ein Koalitions-Oppositions-Model kann dazu führen, dass die Sorgen von kleinen Staaten nicht ernst genommen werden, weil die Bevölkerungen in den anderen Staaten mit anderen Problemen zu kämpfen haben.
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Österreich hatte bis vor einigen Jahren in Teilen eine Wahlpflicht. Wie haben die das gemacht und warum machen sie es nicht mehr? (siehe Besteht in Österreich Wahlpflicht?, BMI Bundesministerium für Inneres, Abteilung III/6, 1010 Wien, http://www.bmi.gv.at/cms/bmi_wahlen/faq/faq_5.aspx, abgerufen am 2017-08-15)
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"Concordia" heißt wörtlich "das Herz miteinander" und wurde traditionell als "Eintracht" eingedeutscht. "Konkordanz" wurde als "Übereinstimmung" übersetzt und als Fachbegriff mit verschiedenen Definitionen verwendet - z.B. "Konkordanzvertrag zwischen Staat und Kirche". "Konkordanzdemokratie" mit Bezug auf die ursprüngliche Wortbedeutung muss also definitiv von anderen gängigen Definitionen abgegrenzt werden. Mit gesellschaftlicher "Konkordanz" ist es wie mit einer guten Ehe oder einer guten Freundschaft: sie will "gepflegt" sein. Das kostet schon im kleinen Kreis durchaus eine gewisse Mühe. Unsere hochkomplexe Zivilisation "konkordant" zu gestalten, ist um vieles schwieriger. Eine "konstruktive Partizipation", wie wir sie hier mit Discuto versuchen, ist dazu ein erster Schritt - zwar noch keineswegs perfekt, aber aussichtsreich und insofern unbedingt notwendig.
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Die Kritik betrifft eher Fragen der Ausgestaltung. Manche Themen sind ungeeignet für Volksentscheide, weshalb man den Kreis der Themen, wo Volksentscheide stattfinden reglementieren sollte. Aber die Existenz von Volksentscheiden an sich ist aus folgendem Grund wichtig: Jede Demokratie braucht Kontrollmechanismen, die Machtmissbrauch verhindern. Wenn die Regierung oder das Parlament verrückt spielt, können zumindest die Bürger auf der Straße noch etwas machen.
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Eine Demokratie ohne Beteiligung funktioniert nicht. Als Ausgleich wäre es denkbar, die Möglichkeit der Stimmenenthaltung einzuräumen. Ich bin zudem dafür, den Wahlprozess an sich zu vereinfachen (evtl. durch einen längeren Wahlzeitraum und durch besser erreichbare Wahllokale). Die Wahlpflicht hat sich in vielen Ländern bewährt und ist ein Anreiz auch für diejenigen, die sich nicht für Politik zu interessieren, sich doch wenigstens kurz vor den Wahlen mit der Politik in Europa auseinanderzusetzen und sich zu informieren. Bei der letzten Europawahl haben gerade mal 40 % der Wahlbeteiligten mitgewirkt. Wie demokratisch ist die EU, wenn die Zahl weiter sinkt, auf 30 % oder auf 20 %? Ich würde sowas nicht mehr als Demokratie bezeichnen wollen.
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Ich halte das "Europa der Regionen" für den entscheidenden (!) Schritt zu einem friedlichen Europa. Wobei nicht übersehen werden darf, dass hinsichtlich Abgrenzung und Gestaltung der Regionen noch immenser Klärungsbedarf besteht. Daran war ja de Gaulle seinerzeit mit seinem faszinierenden Vorschlag gescheitert.
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Das kann schon sein, muss aber vielleicht nicht. Knackpunkt ist mMn das Zusammenspiel von Problemlösungsprozess und Entscheidungsprozess. Sobald die gesellschaftlichen Problemlösungsprozesse mittels konstruktiver Partizipation zeit- und kostengünstig abgewickelt sind, sollte dies auch für die Entscheidungsprozesse möglich sein.
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Die Schweizer Erfahrungen mit Volksentscheiden sind gut. Sie sind aber nur übertragbar, wenn auch die sehr intensive Vorbereitung mit realisiert wird. Dies ist mMn im europäischen Maßstabnur in ganz seltenen Fällen überhaupt denkbar - und noch seltener machbar. BREXIT, Trumpwahl, Erdogan-Referendum sind massive Warnungen, dass Volksabstimmungen gewaltige neue Probleme erzeugen können...
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Das Subsidiaritätsprinzip ist bereits im Artikel 12 des Vertrages von Lissabon fixiert - als Grundprinzip steht es mMn außer jeder Diskussion. Die nachfolgenden Hauptkategorien sind jedoch mMn nicht so einfach zu regeln. In jedem Falle ist erstrebenswert, Gemeinsamkeiten mit Partikularinteressen zielführend abzustimmen.
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Eigentlich ist "Konkordanzdemokratie" DAS ideale Demokratieprinzip. Ein substanzielles Problem liegt allerdings im Verständnis des Begriffes "Konsens". Meist (siehe z.B. "Konsensprinzip" in Wikipedia) wird damit eine Entscheidung ohne Gegenstimmen gemeint. Dies ist bei politischen Entscheidungen höchst selten erreichbar. Deshalb ist Konkordanzdemokratie mMn nur mit einem "qualifizierten Konsens" realisierbar - wobei insbesondere ein qualifizierter Umgang mit den Dissens - Punkten typisch ist.
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Konkordanzdemokratie
1. Allgemeines:
Ziel / Definition von "Konkordanzdemokratie":
Einbeziehung einer möglichst großen Zahl von Akteuren (Parteien, gesellschaftliche Gruppen, Minderheiten, Verbände) – Entscheidungen durch Herbeiführung eines Konsenses treffen
Gegenbegriff: Konkurrenzdemokratie
Entscheidungen werden durch die Mehrheit der Stimmen entschieden.
Definition Konkordanzdemokratie" nach Arend Lijphard
Siehe die folgenden "6 Elemente":
Beispiele für konkordanzdemokratisch geprägte Länder in Europa
- Luxemburg (gilt als ausgeprägt konkordanzdemokratisch)
- die Schweiz,
- die Niederlande,
- Belgien
- Österreich
- Deutschland (gilt als Mischform zwischen Konkordanz- und Konkurrenzdemokratie)
P8
- Bundesrat (Regierung der Schweiz: 7 Mitglieder – 3 stärkste Parteien mit jeweils 2 Plätzen, viertstärkste Partei mit einem Platz)
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P9
- Volksentscheide und „Gefahr“ neuer Volksentscheide als Motivation einen Konsens zu finden
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Vorteile der Konkordanzdemokratie:
P14
- Entscheidungen können in der Gesellschaft besser umgesetzt werden, weil viele Gruppen daran mitgewirkt haben
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